Wasser in Massen, das bedeutet den Klimawandel aufhalten – jetzt.

Schulstreik fürs Klima – das war lange vor Corona, er sickert uns aber langsam wieder ins Gedächtnis, wie Regen, der permanent fällt, erst leise, dann lauter, schließlich trommelnd: Fridays for Future – eine Zukunft, die gerade erst beginnt.

Der Umwelt dienen

Viel zu wenig wurde seither getan, zu wenige Verbote und Gesetze haben die Industrie in ihre Grenzen verwiesen, zu wenig Einsicht bei globalen Akteuren, zu stark war die mediale und politische Aufmerksamkeit auf Corona gerichtet, zu wenig auf die Abholzung von Wäldern und Versiegelung von Flächen oder auf das absurde Errichten einer Giga-Fabrik für Batterien in einem Wasserschutzgebiet, die am Ende nur eines nicht tun wird: der Umwelt dienen. Während ich schreibe sitze ich im Trockenen, doch draußen rauscht der immer lauter werdende Gebirgsbach, die Gischt ein Nebelfeld über dem anschwellenden Fluss.

Vermeintlich vorwärtsgerichtete Trends

So unpopulär es ist, nur eine neue gesellschaftliche Praxis, die dem Konsum und dem Wahn, alles gesehen haben zu müssen, widersteht, kann dieser Klimakrise die Stirn bieten. Und es müssen auch Digitalkonzerne zur Kasse gebeten werden, die Gigawattstunden an Strom benötigen, um ihre Server zu kühlen, auch wenn das liebgewonnene Streamen dann unbezahlbar wird. Zukunftsgewandtheit, so paradox es klingt, ist seit längerem das Verneinen von vermeintlich vorwärtsgerichteten Trends.

Komplettes Umdenken jetzt

Auch wenn Elektromobilität angepriesen wird als Allheilmittel für die nachhaltige Verkehrswende: Sie kann es nicht sein, wenn wir nicht komplett umdenken und vollständig neue Konzepte zur Mobilität zulassen. Der zukünftig durch steigende E-Mobilität explodierende Stromverbrauch in Deutschland lässt den Braunkohleausstieg unrealistisch erscheinen, die abgeholzten Wälder aber zeigen nach den Bildern der Flutkatastrophe erst recht, wie zukunftsuntauglich diese Stromerzeugung war und ist. Allein all die LKWs, die deutsche Geschäfte an einem Tag versorgen, verbräuchten vermutlich, liefen sie elektrisch, den Monatsverbrauch der gesamten deutschen Wirtschaft. Und die lauter werdenden Rufe nach einer Rückkehr zur Atomkraft klingen dumpf, so sehr entstammen sie einer risikoverliebten Vergangenheit.

Wende hin zu dramatisch umweltfreundlicher Politik

Das Land der Dichter und Denker weiß sich noch keinen Rat aus der Energiekrise, doch weiß es jetzt, wie ernst es steht – nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe mit so vielen zu beklagenden Opfern, die keine nationalen Grenzen kennt. Hoffentlich schafft die EU, was die Nationalstaaten bisher nicht schafften: Eine politische Wende hin zu dramatisch umweltfreundlicher Politik. Die Vision von StadtLandFrau: Eine Politik, in der die Umwelt unbedingt die größte Lobby hat. Mögen die Aushandlungen der Agrarsubventionen in diesem Sinne nachgebessert werden. Und möge der Schulstreik fürs Klima weitergehen. @stadtlandfrau

Ökosystem Wald. Schonenswert wie eh und je, findet StadtLandFrau.
Der ehemalige Bach in meiner unmittelbaren Nähe.

Veröffentlicht von stadtlandfrau

Dr. Inga Haese, Freie Autorin, Sozialforscherin, Dozentin. Mutter von 2 Kindern. Lebt in Berlin und bei Storkow in Brandenburg.

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