„Aus dem Gröbsten raus“: Aktuelle Zahlen zum Elterngeld verdeutlichen, wie sehr Care-Arbeit an Müttern hängt

Wer hat ihn nicht schon selbst ausgesprochen, an andere gerichtet, oder war Adressat:in dieses Satzes: „Die Kinder sind jetzt aus dem Gröbsten raus.“ Es ist ein geflügeltes Wort oder eine Redensart, die einen Konsens darüber voraussetzt, wann die Kinder ein pflegeleichtes Alter erreicht haben und Eltern entsprechend mehr Freiräume haben müssten. Aber schon beim näheren„„Aus dem Gröbsten raus“: Aktuelle Zahlen zum Elterngeld verdeutlichen, wie sehr Care-Arbeit an Müttern hängt“ weiterlesen

Das echte Ende der Nachkriegszeit. Aus gegebenem Anlass ein Blick zurück in die 50er Jahre

Die mediale Dauertrauer um den Tod der Queen in der letzten Woche führte noch einmal vor Augen, dass mit der Queen nicht nur die Königin von England gestorben ist. Die Queen war vermutlich die letzte aktive Repräsentantin einer europäischen Nachkriegszeit, die im Februar 2022 mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ihr Ende gefunden hatte.„Das echte Ende der Nachkriegszeit. Aus gegebenem Anlass ein Blick zurück in die 50er Jahre“ weiterlesen

Ein Spiegel der Gesellschaft #annespiegel

Auf allen Kanälen wird Anne Spiegels Rücktritt besprochen. Es stimmt, eine aus familiären Gründen zurücktretende Familienministerin, das erregt Aufsehen. Aber was ist dran an der feministischen Interpretation, die den Rücktritt von Anne Spiegel problematisiert?

Wie wir auch den Krieg externalisiert haben.

Das Auslagern und Ausblenden trifft ziemlich genau den Kern dessen, was unsere Existenzgrundlage ausmacht. Krieg in Europa und die Flucht unzähliger Menschen; Zerstörung, Tod, Hunger, Gewalt, Not. Die Kriegsbilder aus der Ukraine brennen sich ein, und die Schicksale der Menschen dort wecken die Schatten unserer Vergangenheit auf – nicht nur die der Überlebenden und der„Wie wir auch den Krieg externalisiert haben.“ weiterlesen

Mental Load und andere Unvereinbarkeiten: Ermüdungs(ein)brüche am Ende des Corona-Winters

Die Überbeanspruchung der letzten beiden Coronawinter für Eltern zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Der Anteil von Frauen, die wegen der Kinderbetreuung ihre Arbeitszeit reduziert haben, ist von 15 Prozent im November 2020 auf 20 Prozent im Januar 2022 gestiegen, während im gleichen Zeitraum der Anteil von Vätern gesunken ist – auf fünf Prozent

Verstummt und ausgesprochen.

„Warum hast du so lange nicht mehr geschrieben?“ Diese Frage höre ich im Moment öfter, nachdem ich meinen monatlichen Blogpost-Rhythmus zuletzt nicht eingehalten habe. Ja, warum eigentlich bin ich verstummt? Es ist nichts passiert; keine Krankheit, kein Schicksalsschlag oder dergleichen. Es ist schlicht und einfach der Pandemiealltag, der das Verstummen mit sich bringt.

Warum Eltern (noch) nicht revoltieren, aber ihr Ausruf schon feststeht. Ein Plädoyer gegen den „Allesmangel“ an Berliner Schulen

Am heutigen Sonntag schreibt Sabine Rennefanz im Tagesspiegel über die Notwendigkeit des zivilen Ungehorsams von Eltern. Und warum Eltern eben das nicht auch noch leisten könnten, es war schon oft genug Thema dieses Blogs, es kann aber gar nicht oft genug wiederholt werden: Neben den alltäglichen Anforderungen, die an Eltern von Schulkindern gestellt werden (welche„Warum Eltern (noch) nicht revoltieren, aber ihr Ausruf schon feststeht. Ein Plädoyer gegen den „Allesmangel“ an Berliner Schulen“ weiterlesen

ÜberLand: Das Festival für Landlustige in Görlitz

Wer aufs Land will muss nach Görlitz, und zwar zum Kühlhaus am Weinhübel. Am besten nicht irgendwann, sondern im September, wenn das Neulandgewinner- und ÜberLand-Festival lockt. Das war am letzten Wochenende – und es war großartig. Ein bisschen wie Berlin 2000: Lauter Menschen, die Gesellschaft verändern wollen, die Agrarkonzerne satt haben, die gemeinsam und ökologisch„ÜberLand: Das Festival für Landlustige in Görlitz“ weiterlesen

Corona-Homeschool, Lockdown#2: Warum sich das neue Jahr so verdammt alt anfühlt

Das neue Jahr ist noch so jung, gerade mal zwei Wochen alt. Und trotzdem fühlt es sich an, als wären seit Sylvester etliche Monate vergangen. Das Blei der Corona-Homeschool hängt wieder an der Familie, es macht jeden Tag zäh wie Kaugummi und die fehlende Aussicht auf eine halbwegs erträgliche Situationsänderung lässt auch Optimisten verstummen.

Pflegenotstand in Corona-Zeiten

Kurz vor Weihnachten wurde ich ans Sterbebett meiner Großmutter gerufen. Noch in der Nacht, in der ich anreiste, wurden mir und meiner Mutter Sonderbesuchserlaubnisse für das Pflegeheim erteilt. Die entließen uns von der Pflicht, lästige Besuchstermine zu vereinbaren und erlaubten uns, nach eigenem Ermessen ein- und auszugehen: Man muss es wohl Privileg nennen, das in diesem und vielen anderen Pflegeheimen unter Corona-Bedingungen den Angehörigen von Sterbenden gewährt wird. Und trotz der Ausnahme, die mir zuteil wurde, gibt es Grund zum Aufschrei und zum Beklagen der Zustände in Pflegeheimen, die unter Corona noch mehr unter Druck geraten sind als sie es ohnehin schon waren.