Zum globalen Frauenstreik

Das Bündnis #enough rief am 8. März zum globalen Frauenstreik auf. Besonders in Berlin war die Resonanz groß. Hunderte Frauen strömten ans Brandenburger Tor und tanzten zu Konzerten von Paula Paula und dem Chor der Statistik. Enough! bezieht sich auf die Zumutungen, unter denen Frauen* weltweit Carearbeit leisten, meist unbezahlt und unsichtbar – und ist„Zum globalen Frauenstreik“ weiterlesen

Is it a man‘s world?

1966 beschrieb James Brown den machistischen Zeitgeist der Mitte des letzten Jahrhunderts treffend in einem Song. Darin wird die gottgleiche Schöpfungskraft des Mannes gepriesen, der wir Autos, elektrisches Licht und sogar Kinderspielzeug zu verdanken hätten. Zum Schlager wurde das Preisen natürlich nur wegen des Einschubs, dass die Welt zwar von Männern gemacht sei, aber nichts„Is it a man‘s world?“ weiterlesen

Warum jeder Tag 8. März sein sollte

Die Fachtagung #klischeefrei in der letzten Woche im Auswärtigen Amt hatte zwei Botschaften. Die erste war: Schaut mal, was alles erreicht wurde! Feminist*innen und Gleichstellungsbeauftragte, Aktivist*innen 4Gender Studies, Wissenschaftler*innen und Engagierte für eine Berufswahl jenseits von Geschlechterklischees haben die Räume der Macht erreicht – sie wurden ins Auswärtige Amt eingeladen, das die Tagung ausrichtete. 1969„Warum jeder Tag 8. März sein sollte“ weiterlesen

„Sie haben viel erreicht!“ Antwort auf Dagmar Reims Resümee im Einsatz für die Gleichstellung

In einem persönlichen Rückblick kommt die ehemalige Intendantin des rbb, Dagmar Reim, zu dem Schluss: „Wir haben zu wenig erreicht.“ (SZ vom 27./28. Januar, S. 41) „Aber ohne Sie, Frau Reim, wären wir viel weniger weit“, möchte ich rufen, „Sie haben so vieles erreicht!“ Dagmar Reim ist Vorbild für viele Frauen geworden, die Kinder haben und Führungspositionen erreichen.

Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften tagt in Wien – und trifft auf Degrowth Vienna

Vom 27. bis zum 29. Oktober tauschen sich Autor*innen und Wissenschaftler*innen, die zu feministischen ökonomischen Theorien forschen, im Netzwerktreffen Vorsorgendes Wirtschaften an der Universität Wien aus. Sie* denken darüber nach, wie neue Allianzen inzwischen tradierte Ideen rund um Subsistenz, (Re)Produktivität und feministisch-ökonomische Theorie in die Zukunft tragen können. Es geht, vorsorgend gedacht, um das Fortleben„Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften tagt in Wien – und trifft auf Degrowth Vienna“ weiterlesen

Das ÜberLAND Festival 2023 startet am 1.9.

Es ist wieder soweit: Das diesjährige Überland-Festival für Landaktivist*innen in Görlitz startet morgen! Das Interesse der taz am „Festival für Demokratie“, wie sie es in einem Interview mit Andreas Willisch nennt, macht stadtlandfrau* höchst zufrieden: https://taz.de/Festival-fuer-Demokratie-in-Goerlitz/!5953072/ Im Schwerpunkt „praktische Demokratie“ wird es darum gehen, wie wir im ländlichen Raum, aber auch überhaupt in öffentlichen Räumen„Das ÜberLAND Festival 2023 startet am 1.9.“ weiterlesen

Fundstück: Verschiedene Welten, zehn Jahre alt

Beim Blick auf diesen in Druckerschwärze festgehaltenen Ausschnitt aus der Wirklichkeit von 2013 zeigt sich die Verschiebung der Weltlage drastisch, beinah schmerzhaft deutlich. Der Wirtschafts- und Auslandsteil der „taz“ von jenem Januar 2013 prophezeiht ein Zeitalter der regenerativen Energien mit „Gold in der Luft“…

Elterngeld gegen Kindergrundsicherung und andere familienpolitische Maßnahmen ausspielen? Keine gute Idee. Stattdessen braucht das Familienministerium schlicht mehr Geld

FDP-Finanzminister Lindner steht fest auf der Schuldenbremse, Verteidigungsausgaben steigen, und was passiert in Zeiten klammer Kassen und geschürten Ängsten vor einer Rezession? Ausgerechnet beim Elterngeld soll gekürzt werden. Aber was ist eigentlich problematisch daran, wenn Elterngeld für Superverdiendende gestrichen wird? Einige Gedanken. Nach den Corona-Doppel-Wumms-Jahren kommt jetzt das große Sparen. Ausgerechnet im Familienministerium, das seit„Elterngeld gegen Kindergrundsicherung und andere familienpolitische Maßnahmen ausspielen? Keine gute Idee. Stattdessen braucht das Familienministerium schlicht mehr Geld“ weiterlesen

Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands

Im letzten Jahr entstand die Idee dieses Aufsatzes, der jetzt im aktuellen Heft der sub\urban erschienen ist. Darin thematisiere ich das Potenzial von Care-Ökonomien in ländlich geprägten Regionen in Ostdeutschland. Einzelne Projekte von Care-Ökonomien, so meine These, weisen dem ländlichen Raum in Ostdeutschland bei der Findung alternativer Arbeits- und Lebensweisen eine wichtige Rolle zu, entgegen„Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands“ weiterlesen

Suspendierung des Alltags. Was es für Familien bedeutet, wenn Bildung und Betreuung keine Garantien, sondern Lotteriespiel sind

Für die meisten ist der Pandemiezustand vorüber, ein neues Kapitel in einer neuen Normalität wurde längst aufgeschlagen. Für andere setzt sich der Zustand fort, sei es wegen Long-Covid, einer Risikogruppenzugehörigkeit oder weil mensch Kinder im Betreuungs- und Grundschulalter hat. Auch im letzten Fall nämlich hapert es am gewünschten „back to normal“ gewaltig und Zahlen über Erwerbskonstellationen in Familien sind ernüchternd. Gedanken zum zweiten Lehrer:innenstreiktag in Berlin am 22. März.