Frauen an die Macht!? Wie es um die Emanzipation steht

Merkwürdig still ist’s geworden um die Frauen und Mütter, die den gesellschaftlichen Allerwertesten von Familien aus der Pandemie retten. Machen wir uns nichts vor, Corona und die Krise werfen etliche Errungenschaften der Frauenbewegung gerade über den Haufen und es ist an der Zeit, näher hinzuschauen. Wo stehen wir eigentlich in Sachen Gleichberechtigung?

Pflegenotstand in Corona-Zeiten

Kurz vor Weihnachten wurde ich ans Sterbebett meiner Großmutter gerufen. Noch in der Nacht, in der ich anreiste, wurden mir und meiner Mutter Sonderbesuchserlaubnisse für das Pflegeheim erteilt. Die entließen uns von der Pflicht, lästige Besuchstermine zu vereinbaren und erlaubten uns, nach eigenem Ermessen ein- und auszugehen: Man muss es wohl Privileg nennen, das in diesem und vielen anderen Pflegeheimen unter Corona-Bedingungen den Angehörigen von Sterbenden gewährt wird. Und trotz der Ausnahme, die mir zuteil wurde, gibt es Grund zum Aufschrei und zum Beklagen der Zustände in Pflegeheimen, die unter Corona noch mehr unter Druck geraten sind als sie es ohnehin schon waren.

Feministische Wirtschaftstheorien als Antwort auf die Krisen der Welt. Eine Rezension

Schon vor der Erkenntnis von „systemrelevanten Berufen“ während der Corona-Pandemie hatte Ulrike Knobloch mit ihrem Sammelband „Ökonomie des Versorgens. Feministisch-kritische Wirtschaftstheorien im deutschsprachigen Raum“ Antworten auf die Krise der Reproduktionsarbeit parat, nämlich die Ökonomie feministisch zu denken und ihren Blick auf die Versorgung(-sarbeit) zu lenken. Einmal mehr macht dieser Band deutlich, wie lange schon die feministischen Ansätze zur sozial-ökologischen Transformation auf dem Tisch liegen und endlich auf ihre Umsetzung warten.

#17 +++Corona-Blog+++

Langsam reicht‘s. Corona geht mir wirklich auf die Nerven. Heute kam ein Haufen Zettel aus der Schule zurück: „Warum ist davon so wenig bearbeitet, zu viel, zu schwer?“

#15+++Corona-Blog+++

Sind die Lobbyforderungen nach Coronahilfe angemessen? Wie Corona den Finger in viele offene Wunden der Gesellschaft legt Der Corona-Alltag ist zur Routine geworden: Desinfektionsspray und Mundschutz gehören zur Normalausstattung beim Schulbesuch (der natürlich nur zwecks Austausch von Arbeitsmaterial stattfindet), jetzt sogar beim Einkauf oder beim Arzt. An die bunten Gesichtsbedeckungen haben wir uns schneller gewöhnt,„#15+++Corona-Blog+++“ weiterlesen

#14 +++Corona-Blog+++

Menschlichkeit ohne Mensch? Der Versuch, meiner Großmutter nah zu sein Meine Großmutter ist 89 Jahre alt. Sie verließ vor zwei Jahren ihre Heimat, gemeinsam mit meinem Großvater, und zog in ein Pflegeheim. Nah bei meiner Mutter. Wir gewöhnten uns schnell an das neue Zimmer von Großmutter. Wir konnten uns nicht an das von Großvater gewöhnen.„#14 +++Corona-Blog+++“ weiterlesen

#7+++Corona-Blog+++

Tag 7: Die Ruhe vor dem Sturm? Der Sonntag versickert im Gebot, die Wohnung zu hüten. Ein verzagter Spaziergang am Vormittag. Kein Mensch auf den Straßen, der Park ist leer. Die balkonverzierten Häuserfassaden verraten nicht, ob hinter ihnen gelebt wird, gekauert, verhauen, gelacht oder getrunken. Oder ob einfach niemand mehr da ist. Berlin fühlt sich„#7+++Corona-Blog+++“ weiterlesen

#6+++Corona-Blog+++

Tag 6: Italienische Zustände Der Samstagseinkauf erweist sich wie es zu erwarten war als Durchwurschtelaktion. Der Edeka: Leergekauft. Die Fleischtheke: Nicht mehr besetzt. Der Biomarkt: Noch zwei Liter Milch im Kühlregal. Mehl existiert nur noch in der Phantasie. Frisches Gemüse: Überall Fehlanzeige, außer auf dem Wochenmarkt (!). Und vor dem Supermarkt: Eine Warteschlange aus Menschen„#6+++Corona-Blog+++“ weiterlesen