Zum globalen Frauenstreik

Das Bündnis #enough rief am 8. März zum globalen Frauenstreik auf. Besonders in Berlin war die Resonanz groß. Hunderte Frauen strömten ans Brandenburger Tor und tanzten zu Konzerten von Paula Paula und dem Chor der Statistik. Enough! bezieht sich auf die Zumutungen, unter denen Frauen* weltweit Carearbeit leisten, meist unbezahlt und unsichtbar – und ist ein Aufruf, diese Arbeit einen Tag lang niederzulegen. In 80 Regionalgruppen wurde der Streiktag intensiv vorbereitet. Mit dem kollektiven, 1-minütigen Schreien wurde der Unmut über die globalen Verhältnisse bis zum Reichstag hörbar, und als Zeichen der Verbindung mit allen weltweit streikenden Frauen.

Auszug aus dem #enough! Statement: „Die bedrohlichen Zeiten brauchen ein schärferes Instrument als Petitionen und geduldige Demonstrationen. Deshalb legen wir die bezahlte und unbezahlte Arbeit nieder und rufen auf zu vielfältigen Protestformen
und Aktionen. Jede nach ihren Möglichkeiten.“

Eine der Initiator*innen von #enough, Adrienne Göhler, wird nun am 12. Juni die Auszeichnung „Aufmüpfige Frau 2026“ in Dortmund verliehen.

Ein kreativer Vorschlag: Dreamspace im Rest-for-Resistance-Bett.

Veröffentlicht von stadtlandfrau

Inga Haese, Prof. Dr. rer. pol., ist Soziologin, Gärtnerin, Leserin, Mutter, Feministin, Kirchenaktivistin. Lebt in Berlin und bei Storkow in Brandenburg.

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