Is it a man‘s world?

1966 beschrieb James Brown den machistischen Zeitgeist der Mitte des letzten Jahrhunderts treffend in einem Song. Darin wird die gottgleiche Schöpfungskraft des Mannes gepriesen, der wir Autos, elektrisches Licht und sogar Kinderspielzeug zu verdanken hätten. Zum Schlager wurde das Preisen natürlich nur wegen des Einschubs, dass die Welt zwar von Männern gemacht sei, aber nichts„Is it a man‘s world?“ weiterlesen

Land bleibt anders – es kann sehr bunt sein

Auch wenn mal wieder in der Großstadt Berlin die Erkenntnisse über ländliche Räume geteilt wurden: Beeindruckend viele Akteur*innen fanden sich in den letzten Tagen zum „Zukunftsforum ländliche Entwicklung“ im City Cube am Messegelände zusammen.

Stadt Land Care und ein Schreibworkshop zu Klimatrauer

Heute geht es los: Mit Anna Eckert und Judith Althaus im Austausch werden wir über Stadt Land Care sprechen. Am Freitag um 15 Uhr gibt es den Klimatrauer Schreibworkshop. Es geht um das freie Schreiben als künstlerische Methode des Fertigwerdens mit dem Schmerz, den die Klimakrise auslösen kann. Wofür sind wir trotzdem dankbar? In diesem„Stadt Land Care und ein Schreibworkshop zu Klimatrauer“ weiterlesen

Warum jeder Tag 8. März sein sollte

Die Fachtagung #klischeefrei in der letzten Woche im Auswärtigen Amt hatte zwei Botschaften. Die erste war: Schaut mal, was alles erreicht wurde! Feminist*innen und Gleichstellungsbeauftragte, Aktivist*innen 4Gender Studies, Wissenschaftler*innen und Engagierte für eine Berufswahl jenseits von Geschlechterklischees haben die Räume der Macht erreicht – sie wurden ins Auswärtige Amt eingeladen, das die Tagung ausrichtete. 1969„Warum jeder Tag 8. März sein sollte“ weiterlesen

„Sie haben viel erreicht!“ Antwort auf Dagmar Reims Resümee im Einsatz für die Gleichstellung

In einem persönlichen Rückblick kommt die ehemalige Intendantin des rbb, Dagmar Reim, zu dem Schluss: „Wir haben zu wenig erreicht.“ (SZ vom 27./28. Januar, S. 41) „Aber ohne Sie, Frau Reim, wären wir viel weniger weit“, möchte ich rufen, „Sie haben so vieles erreicht!“ Dagmar Reim ist Vorbild für viele Frauen geworden, die Kinder haben und Führungspositionen erreichen.

Zwischen Institution und Utopie

Ein Freund aus Studientagen macht mich immer wieder darauf aufmerksam, dass ich mich früher feministisch positioniert hätte, in den letzten Jahren aber besonders familiäre Sorgearbeit in den Vordergrund gestellt hätte und sich für ihn die Frage stelle, wie das zusammenpasse – es besteht offenbar eine unüberwindbare Ambivalenz…

(K)eine angemessene »Psychologie des Politischen«. Berliner Senat will bei Jugendarbeit und Frauenhäusern kürzen

Vor einer Woche erschien die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Die distanzierte Mitte“, die über das Abdriften der gesellschaftlichen Mitte in rechtsradikale und demokratiefeindliche Einstellungen geforscht hat – und prompt werden weitere Sparmaßnahmen des Berliner Senats publik, ausgerechnet in der Präventionsarbeit mit Jugendlichen. Dabei gibt es einen Zusammenhang zwischen mangelnden Hilfsangeboten für Jugendliche und wachsender Demokratieskepsis, das„(K)eine angemessene »Psychologie des Politischen«. Berliner Senat will bei Jugendarbeit und Frauenhäusern kürzen“ weiterlesen

Fundstück: Verschiedene Welten, zehn Jahre alt

Beim Blick auf diesen in Druckerschwärze festgehaltenen Ausschnitt aus der Wirklichkeit von 2013 zeigt sich die Verschiebung der Weltlage drastisch, beinah schmerzhaft deutlich. Der Wirtschafts- und Auslandsteil der „taz“ von jenem Januar 2013 prophezeiht ein Zeitalter der regenerativen Energien mit „Gold in der Luft“…

Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands

Im letzten Jahr entstand die Idee dieses Aufsatzes, der jetzt im aktuellen Heft der sub\urban erschienen ist. Darin thematisiere ich das Potenzial von Care-Ökonomien in ländlich geprägten Regionen in Ostdeutschland. Einzelne Projekte von Care-Ökonomien, so meine These, weisen dem ländlichen Raum in Ostdeutschland bei der Findung alternativer Arbeits- und Lebensweisen eine wichtige Rolle zu, entgegen„Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands“ weiterlesen

Suspendierung des Alltags. Was es für Familien bedeutet, wenn Bildung und Betreuung keine Garantien, sondern Lotteriespiel sind

Für die meisten ist der Pandemiezustand vorüber, ein neues Kapitel in einer neuen Normalität wurde längst aufgeschlagen. Für andere setzt sich der Zustand fort, sei es wegen Long-Covid, einer Risikogruppenzugehörigkeit oder weil mensch Kinder im Betreuungs- und Grundschulalter hat. Auch im letzten Fall nämlich hapert es am gewünschten „back to normal“ gewaltig und Zahlen über Erwerbskonstellationen in Familien sind ernüchternd. Gedanken zum zweiten Lehrer:innenstreiktag in Berlin am 22. März.