Zwischen Institution und Utopie

Ein Freund aus Studientagen macht mich immer wieder darauf aufmerksam, dass ich mich früher feministisch positioniert hätte, in den letzten Jahren aber besonders familiäre Sorgearbeit in den Vordergrund gestellt hätte und sich für ihn die Frage stelle, wie das zusammenpasse – es besteht offenbar eine unüberwindbare Ambivalenz…

Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften tagt in Wien – und trifft auf Degrowth Vienna

Vom 27. bis zum 29. Oktober tauschen sich Autor*innen und Wissenschaftler*innen, die zu feministischen ökonomischen Theorien forschen, im Netzwerktreffen Vorsorgendes Wirtschaften an der Universität Wien aus. Sie* denken darüber nach, wie neue Allianzen inzwischen tradierte Ideen rund um Subsistenz, (Re)Produktivität und feministisch-ökonomische Theorie in die Zukunft tragen können. Es geht, vorsorgend gedacht, um das Fortleben„Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften tagt in Wien – und trifft auf Degrowth Vienna“ weiterlesen

Solidarisch mit Israel

Am Tag nach dem Großangriff der Hamas auf das ganze Land Israel bin ich empört und schockiert und denke an die Angehörigen der vielen Opfer der Angriffe. Ein weiterer Krieg in einer unbarmherziger werdenden Welt hat an diesem Samstag mit Brutalität begonnen. Grausame Angriffe Das Land Israel hat zweifelsohne keine guten Zeiten hinter sich. Geschwächt„Solidarisch mit Israel“ weiterlesen

(K)eine angemessene »Psychologie des Politischen«. Berliner Senat will bei Jugendarbeit und Frauenhäusern kürzen

Vor einer Woche erschien die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Die distanzierte Mitte“, die über das Abdriften der gesellschaftlichen Mitte in rechtsradikale und demokratiefeindliche Einstellungen geforscht hat – und prompt werden weitere Sparmaßnahmen des Berliner Senats publik, ausgerechnet in der Präventionsarbeit mit Jugendlichen. Dabei gibt es einen Zusammenhang zwischen mangelnden Hilfsangeboten für Jugendliche und wachsender Demokratieskepsis, das„(K)eine angemessene »Psychologie des Politischen«. Berliner Senat will bei Jugendarbeit und Frauenhäusern kürzen“ weiterlesen

Das ÜberLAND Festival 2023 startet am 1.9.

Es ist wieder soweit: Das diesjährige Überland-Festival für Landaktivist*innen in Görlitz startet morgen! Das Interesse der taz am „Festival für Demokratie“, wie sie es in einem Interview mit Andreas Willisch nennt, macht stadtlandfrau* höchst zufrieden: https://taz.de/Festival-fuer-Demokratie-in-Goerlitz/!5953072/ Im Schwerpunkt „praktische Demokratie“ wird es darum gehen, wie wir im ländlichen Raum, aber auch überhaupt in öffentlichen Räumen„Das ÜberLAND Festival 2023 startet am 1.9.“ weiterlesen

Fundstück: Verschiedene Welten, zehn Jahre alt

Beim Blick auf diesen in Druckerschwärze festgehaltenen Ausschnitt aus der Wirklichkeit von 2013 zeigt sich die Verschiebung der Weltlage drastisch, beinah schmerzhaft deutlich. Der Wirtschafts- und Auslandsteil der „taz“ von jenem Januar 2013 prophezeiht ein Zeitalter der regenerativen Energien mit „Gold in der Luft“…

Elterngeld gegen Kindergrundsicherung und andere familienpolitische Maßnahmen ausspielen? Keine gute Idee. Stattdessen braucht das Familienministerium schlicht mehr Geld

FDP-Finanzminister Lindner steht fest auf der Schuldenbremse, Verteidigungsausgaben steigen, und was passiert in Zeiten klammer Kassen und geschürten Ängsten vor einer Rezession? Ausgerechnet beim Elterngeld soll gekürzt werden. Aber was ist eigentlich problematisch daran, wenn Elterngeld für Superverdiendende gestrichen wird? Einige Gedanken. Nach den Corona-Doppel-Wumms-Jahren kommt jetzt das große Sparen. Ausgerechnet im Familienministerium, das seit„Elterngeld gegen Kindergrundsicherung und andere familienpolitische Maßnahmen ausspielen? Keine gute Idee. Stattdessen braucht das Familienministerium schlicht mehr Geld“ weiterlesen

Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands

Im letzten Jahr entstand die Idee dieses Aufsatzes, der jetzt im aktuellen Heft der sub\urban erschienen ist. Darin thematisiere ich das Potenzial von Care-Ökonomien in ländlich geprägten Regionen in Ostdeutschland. Einzelne Projekte von Care-Ökonomien, so meine These, weisen dem ländlichen Raum in Ostdeutschland bei der Findung alternativer Arbeits- und Lebensweisen eine wichtige Rolle zu, entgegen„Arbeit? Arbeit! Care-Ökonomie im ländlichen Raum Ostdeutschlands“ weiterlesen

Suspendierung des Alltags. Was es für Familien bedeutet, wenn Bildung und Betreuung keine Garantien, sondern Lotteriespiel sind

Für die meisten ist der Pandemiezustand vorüber, ein neues Kapitel in einer neuen Normalität wurde längst aufgeschlagen. Für andere setzt sich der Zustand fort, sei es wegen Long-Covid, einer Risikogruppenzugehörigkeit oder weil mensch Kinder im Betreuungs- und Grundschulalter hat. Auch im letzten Fall nämlich hapert es am gewünschten „back to normal“ gewaltig und Zahlen über Erwerbskonstellationen in Familien sind ernüchternd. Gedanken zum zweiten Lehrer:innenstreiktag in Berlin am 22. März.

Ein „durchsetzungsstarker Verteidigungsminister“ ist da – back to ‚wehrhafte Männlichkeit’ und Remilitarisierung der Gesellschaft?

Eine interessante Woche war die dritte Woche in diesem Kalenderjahr – interessant für alle, die sich mit geschlechtsspezifischen Zuschreibungen, Wehrhaftigkeit und Militär beschäftigen. Es ist etliche Jahre her, dass ich Soldatinnen in Israel zu ihren parodistischen oder auch Geschlecht herstellenden Praktiken im militärischen Alltag interviewt habe, aber das Thema ist aktueller als je zuvor, so„Ein „durchsetzungsstarker Verteidigungsminister“ ist da – back to ‚wehrhafte Männlichkeit’ und Remilitarisierung der Gesellschaft?“ weiterlesen